Ev. Dekanat an der Dill

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Auf die Suche gehen

Becker-von Wolff

Pfarrerin Jelena Wegner sagt: "Ich war schon immer eine begeisterte Sucherin: Steine am Meer, Vogelfedern im Wald, Keramikstücke und alte Münzen auf Äckern und Feldern". So manchen Schatz aus Kindertagen hütet sie noch heute. Denn: Zum Suchen gehört die Freude des Findens.

 

Auch der Glaube ist für mich so eine Suche – und ein Finden. Meine Schatzkiste für die Sachen mit Gott müsste allerdings ziemlich groß sein, denn da müsste ein Trampolin reinpassen. So erlebe ich nämlich den Glauben: das Gefühl von Boden unter den Füßen. Wenn ich falle, werde ich sanft aufgefangen und auch wieder emporgeworfen. Und für kurze Zeit fühlt es sich an wie Fliegen.

Aber es gibt auch die anderen Zeiten. Um beim Trampolin zu bleiben: wenn ich daneben springe, blöd aufkomme und mich verletze. Dann frage ich: Wie war das denn mit dem sanft Aufgefangen-werden? Wo bist du, Gott? In der Bibel steht, dass Gott sagt: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“

Gott ist jemand, der sich gerne finden lässt. Aber: Gott möchte Einsatz sehen. Ein bisschen Suchen reicht da nicht. Mit ganzem Herzen, sagt Gott. Also bloß nicht zu schnell aufgeben. In den Nachbarschaftsräumen der Kirchengemeinden sind wir auch auf der Suche. Wir suchen Gott auf neuen Wegen, um mit den Möglichkeiten und Gegebenheiten von Heute lebendige Kirche zu sein.

Das Schwierigste an der Suche nach Gott ist nämlich: Gott und der Glaube sind ein Schatz, den ich nicht einfach in meine Stein- und Federsammlung tun kann. Deckel zu und fertig. Die Suche nach Gott beginnt jeden Tag neu. Deswegen verändern sich die Kirchen und unser gemeindliches Leben in den unterschiedlichen Konfessionen beständig.

Anstrengend, könnte man sagen. Aber für eine Sucherin wie mich klingt das attraktiv. Ich freue ich mich auf die neuen Schätze, die wir im Nachbarschaftsraum miteinander entdecken und heben können. Aktionen, Veranstaltungen oder Feiern, um Gott in der heutigen Welt zu begegnen. Und wenn einer oder eine fällt: da sind viele Hände, die mit auffangen. Diesen lebendigen Glauben feiern wir auch bei uns im Nachbarschaftsraumgottesdienst. Also: machen wir uns auf die Suche. Von ganzem Herzen.

 

Jelena Wegner ist evangelische Pfarrerin im Nachbarschaftsraum Herborn-Mittenaar-Siegbach

 

 

 

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