Ev. Dekanat an der Dill

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Seelsorge

„Blaulicht-Gemeinde“ feiert Jahresgottesdienst

Foto: Klaus Kordesch

Die Notfallseelsorge Lahn-Dill hat in der evangelischen Marienkirche in Niederweidbach ihren Jahresgottesdienst gefeiert: Zeit, um Danke zu sagen, aber auch zur Stärkung und zum Besinnen darauf, dass ohne Gottes Beistand all die wertvolle Hilfe und Begleitung in Not- und Krisensituationen kaum denkbar wäre.

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VON KLAUS KORDESCH 

Als Beauftragter für die Notfallseelsorge im Lahn-Dill-Kreis konnte Diakon Christian Reifert denn auch neben den vielen Einsatzkräften der Gruppen Süd und Nord Vertreter vieler Feuerwehren aus dem Kreis, der Polizeistationen, des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zu der Feier in der historischen Kirche begrüßen, die unter dem Thema der Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ stand.

Heißt das, alles Schlimme, alles Leid wird ungeschehen gemacht; die Zeit zurückgedreht und alles auf Null gestellt, fragte Pfarrer Andreas Friedrich, der Dekan des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach, die „Blaulicht-Gemeinde“ eingangs seiner Predigt. So einfach sei es nicht, beantwortete er die rhetorische Frage selbst, denn Gottes Zusage im letzten Buch der Bibel sei in jene Zukunft gerichtet, in der Gott alle Tränen trocknen werde: „Jetzt und heute ist Ihr und Euer Dienst extrem wichtig, aber dann werden wir alle Blaulicht-Fahrzeuge in Spielmobile umbauen können!“, prophezeite er.

Jesus habe seine Jünger durch die Auferstehung davon überzeugt, dass etwas geschehen sei, das wirklich alles neu mache: „Im Himmel werden keine Tränen mehr sein“, zitierte der Dekan aus einem Song von Eric Clapton. Dieser Glaube, der dem Musiker in seiner Trauer Trost gespendet habe, ermögliche den Notfallseelsorgern, Hilfe zu schenken und den Weg zur Heilung zu eröffnen. „So schafft ihr es auch heute, zu trösten, zu begleiten und Schritt für Schritt aus der Krise herauszuhelfen“, dankte Andreas Friedrich: „So tragen wir Gottes Liebe in die Welt!“

Im Mittelpunkt des Jahresgottesdiensts stand die Einführung von 15 neu ausgebildeten Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger durch Pfarrer Andree Best als Dekan des Dekanats an der Dill und Assessor Christoph Schaaf, dem Stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises an Lahn und Dill. Nach 120 Stunden Ausbildung und ersten Praxiseinsätzen werden sie nun die Teams im Süden und im Norden des Lahn-Dillkreises verstärken, sagte Andree Best – sechs seien im Süden tätig, neun im ehemaligen Dillkreis. „Geht getragen von Gott hinaus!“, rief der Dekan den Notfallseelsorgern zu, die abwechselnd von ihm und Christoph Schaaf für ihren Dienst gesegnet wurden: „Ihr müsst diesen Dienst nicht aus eigener Kraft tun; ihr steht unter dem Segen Gottes!“, sicherte er ihnen zu.

Mit Applaus hießen die Gottesdienstbesucher die Neuen willkommen: Anne-Katrin Hilk (Herborn), Hans-Peter Ermert (Herborn-Schönbach), Elisabeth Gabriel (Herborn-Amdorf), Kim Sarah Diebel (Dillenburg), Cornelia Schmidt (Siegbach-Eisemroth), Sara Madeleine Diehl (Herborn), Christof Ellinghaus (Dillenburg), Marc-Philipp Spähr (Haiger), Anja M. Gräf (Dietzhölztal), Marc Pannier (Aßlar), Christine Becker (Lahnau), Frederik Happ (Wetzlar), Klaus Kobler (Schöffengrund), Susanne Rückert-Kobler (Schöffengrund), Cornelia Brück (Braunfels) erhielten neben einer offiziellen Urkunde der Landeskirche auch eine Ausweisplakette für ihre Einsätze.

Seit 25 Jahren dabei: Pfarrer Wilfried Höll

Weitere Höhepunkte der Feier waren die Ehrung von Pfarrer Wilfried Höll für mehr als 25 Jahre Engagement in der Notfallseelsorge und die Ernennung von Gruppenführern der Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Höll erinnerte nach dem der Verleihung der Goldenen Ehrennadel folgenden Applaus daran, dass der Beifall und der Dank für die Möglichkeiten, anderen beizustehen, allein Gott gebühre. Sein ebenfalls langjährig um die Notfallseelsorge verdienter Kollege Marcus Brenzinger konnte nicht anwesend sein und bekommt die Ehrung nachgereicht; ebenso Pfarrer i.R. Eberhard Hoppe, der als langjähriger Koordinator der Notfallseelsorge Lahn-Dill aus dem aktiven Dienst ausscheidet und verabschiedet werden sollte.

Ihre Ernennungsurkunden zu PSNV-Führungskräften aus den Händen von Christian Reifert persönlich entgegennehmen konnten hingegen Thomas Gaß, Jelena Wegner, Melanie Meckel, Natalie Depalma, Caroline Dietrich und Herbert Epp; Mirko Häuser bekommt sie zu einem späteren Zeitpunkt. Nach dem vom Biedenkopf-Gladenbacher Dekanatskantor Katamba Kazaku begleiteten Festgottesdienst, der mit dem Segen durch Ortspfarrer Dr. Frank W. Rudolph endete, war die „Blaulicht-Gemeinde“ noch zu einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus Niederweidbach eingeladen, bei dem Austausch, Kennenlernen und Vernetzung im Mittelpunkt standen. (klk/eöa)

 

Text: Klaus Kordesch |  Fotos: Melanie Meckel / Frank Rudolph 

 

 

 

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