Ev. Dekanat an der Dill

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A broken church?

Ein Lied aus der „Arbeits-Motivations-Playlist“ lässt Isabelle Schreiber aufhorchen. Im Lied eines bekannten und nicht-christlichen Künstlers sang man von der „broken church“ - der gebrochenen Kirche. Sie bekommt eine Gänsehaut: Nein, das will ich nicht glauben.

A broken church- die gebrochene Kirche

Ich sitze an meinem Schreibtisch im Homeoffice und habe immens viel Schreibarbeit auf dem Tisch. Als Gemeindepädagogin ist es schon frustrierend genug, mehr am Laptop zu sitzen als mit jungen Menschen im Café zwoSIEBEN, da kommt dann auch noch seitenweise Tippen hinzu.

Um mich zu motivieren, höre ich gerne Musik dabei. Zufälligerweise bot der Streaming-Dienst meines Vertrauens an diesem Tag eine „Arbeits-Motivations-Playlist“ an. Dort sind verschiedene Lieder aus verschiedenen Genres enthalten und ich konnte wirklich gut damit arbeiten.

Plötzlich musste ich stoppen. Im Lied eines bekannten und nicht-christlichen Künstlers sang man von der „broken church“ - der gebrochenen Kirche. Ich bekam Gänsehaut. Nein, das will ich nicht glauben. MEINE Kirche, die für mich so viel mehr ist als ein Gebäude mit Glocken, ist nicht gebrochen. Oder doch?

Sie würden sich wundern, wie viele meiner Freund*innen mich fragen, wieso ich mit meinen jungen 28 Jahren gerne etwas mit Kirche zu tun habe, sogar für sie arbeite. Kirchensteuern, Negativschlagzeilen und veraltete Angebote sind die Standard-Argumente gegen Kirche.

Für viele Menschen hat Kirche und Glauben keinen hohen Stellenwert mehr im Alltag. Warum ist das so? Wieso fühlen Menschen nicht das, was ich für Kirche fühle? Ist Kirche nach außen nicht genug sichtbar? Diese Fragen lassen mich seit Jahren nicht in Ruhe. Denn da schlägt ein Herz in mir, dass mir voll Leidenschaft sagt, dass das nicht alles sein kann.

Die Welt sieht Kirche als gebrochen und vielleicht ist sie das auch irgendwie. Aber sie ist nicht tot. Sie lebt durch Menschen, die sie formen! Durch Menschen, deren Herz, wie meins, voll Leidenschaft schlägt. Letzte Woche waren Kirchenvorstandswahlen mit Menschen, die Kirche nicht gebrochen sehen wollen. Für sie ist Kirche wie Familie. Ich kann und will nicht akzeptieren, dass Kirche und Gott nur noch eine Ruine in der heutigen Welt ist.

Kirche lebt. Es muss nur ans Licht kommen.

 

Isabelle Schreiber ist Gemeindepädagogin im Evangelischen Dekanat an der Dill und für die Jugendkirche Lightroom-Church in Herborn tätig.

 

 

 

 

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