Foto: Die Ev. Kirche Siegbach-Eisemroth

Willkommen in Siegbach

Seit dem 1. Januar 2026 sind wir Teil der Gesamtkirchengemeinde Herborn-Mittenaar-Siegbach. Unser gemeinsames Kirchbüro befindet sich in Herborn.

Evangelisch in Siegbach

Seit dem 1. Januar 2026 gibt es die Gesamtkirchengemeinde Herborn-Mittenaar-Siegbach. Dazu gehören die Ortskirchengemeinden Ambachtal (mit Amdorf, Burg und Uckersdorf), Ballersbach, Bicken, Herborn, Herbornseelbach, Mittenaar-Offenbach und Siegbach-Eisemroth (mit Oberndorf, Tringenstein, Übernthal und Wallenfels). Das gemeinsame Gemeindebüro befindet sich in Herborn.

Gesamtkirchengemeinde Herborn-Mittenaar-Siegbach

Gemeindebüro
Foto: Wilhelmsteine im Schelder Wald

Jelena Wegner

Pfarrerin

Zur Kommunalgemeinde Siegbach gehören die Ortsteile Eisemroth, Übernthal, Tringenstein, Oberndorf und Wallenfels.

Willkommen in Siegbach! Im Mittelalter führte durch die Dörfer des Kirchspiels Siegbach die "Hohe Straße", ein zentraler Handelsweg, der Leipzig mit Köln und Brabant verband. Heute liegen Eisemroth, Übernthal, Oberndorf, Tringenstein und Wallenfels abseits der modernen Durchgangsstraßen. 

Der Siegbach, Namensgeber der Kirchengemeinde, entspringt bei Wallenfels - und schlängelt sich auf acht Kilometer hinunter ins Aartal. Die schönen Dreiseithöfe in Wallenfels erinnern noch heute an die hessische Tradition des Dorfes.

Die Landwirtschaft hat die Bevölkerung ernährt, bis im 19. Jahrhundert der Bergbau enorm an Bedeutung gewann. Auch wenn die letzte Eisenzeche 1975 schloss, wird zur Erinnerung die alte Bergmannstradition noch heute am ersten Sonntag in der Fastenzeit der so genannte "Bergmannsgottesdienst" gefeiert. An "Christi Himmelfahrt" feiert die Kirchengemeinde den Gottesdienst traditionell im Wald an den "Wilhelmssteinen" zwischen Wallenfels und Tringenstein.

Die Kommunalgemeinde Siegbach liegt im Lahn-Dill-Bergland im Tal des namengebenden Siegbachs, der ganz in der Nähe bei Angelburg entspringt und die Ortsteile von Siegbach nacheinander in Nord-Süd-Richtung durchfließt, bis er schließlich bei Bischoffen in die Aar mündet. Die höchste Erhebung in Siegbach ist der Schmittgrund mit 590 Höhenmetern.

Siegbach grenzt im Norden an die Gemeinden Eschenburg (Lahn-Dill-Kreis) und Angelburg, im Osten an die Gemeinde Bad Endbach (beide im Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Süden an die Gemeinden Bischoffen und Mittenaar, im Südwesten an die Stadt Herborn sowie im Westen an die Stadt Dillenburg (alle im Lahn-Dill-Kreis). Zu Siegbach zählen die Ortsteile Eisemroth, Übernthal, Tringenstein und Wallenfels.

Sehenswürdigkeiten

Die Wilhelmsteine, zwischen den Ortsteilen Tringenstein und Wallenfels gelegen, sind eine Gruppe von bis zu 15 m hohen Eisenkieshärtlingen inmitten des Schelderwaldes. Alljährlich am Himmelfahrtstag wird seit Jahrzehnten zwischen ihnen ein Waldgottesdienst gefeiert. Die Wilhelmsteine, benannt nach Herzog Wilhelm von Nassau, wurden früher Buchsteine genannt. Sie waren vermutlich ein zentrales vorchristliches Heiligtum.

In ihrer Nähe bei der Angelburg befand sich vom frühen bis zum hohen Mittelalter ein bedeutender Knotenpunkt alter Fernhandelswege, die auf den längeren und kürzeren Wasserscheiden verliefen. Die von Nordosten kommende „Hohe Straße / Herborner Straße“ kreuzte dort den bedeutenden Ost-West-Handelsweg (Leipzig-Kölner-Messestraße auch „Brabanter Straße“ genannt), der von Leipzig über Marburg kommend weiter nach Köln bis in die Provinz Brabant, (heute in Belgien) verlief.

In der engeren Region wurde er auch „Schelderwald-Weg“, in alten Urkunden „strada publica“ (öffentliche Straße) genannt. Dort mündete auch der Westfalen-Weg ein, der von Gießen auf der Aar-Salzböde-Wasserscheide kommend etwa der heutigen Landesstraße 3047 bis zur Zollbuche folgend, über Günterod und Salzbödesattel westlich an Hartenrod und Schlierbach vorbei der Angelburg zustrebte. Über seine nördliche Fortsetzung konnte man über Paderborn bis Bremen gelangen.

An der Angelburg (Berg) wurde eine bedeutende vorgeschichtliche Siedlung nachgewiesen. Burgruinen: In Tringenstein die Burg Tringenstein und in Wallenfels die Burg Wallenfels.


Weitere Informationen unter http://www.siegbach.de/


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