Was genau ist EKHN2030?
EKHN2030 ist ein Prozess zur Kirchenentwicklung, den die Synode der Landeskirche 2019 angestoßen hat. Mit ihm möchte sich die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) fit für die Zukunft machen – und für die Veränderungen, die in den kommenden Jahrzehnten auf die Gesellschaft und die Kirche zukommen.
Eine große Veränderung sind die deutlich geringer werdenden Kirchensteuereinnahmen: Bis zum Jahr 2030 muss die EKHN ihre Ausgaben um 140 Millionen Euro reduzieren. Das Ziel von ekhn2030 ist es deshalb, finanziell verantwortungsvoll zu handeln und gleichzeitig aufzuzeigen, wie Kirche angesichts dieser Herausforderung Gottes Botschaft verkünden und Mitglieder gewinnen beziehungsweise halten kann.
Bis 2030 wird nicht nur die Mitgliederzahl um 20 Prozent zurückgehen – auch die Ausgaben müssen bis dahin um 20 Prozent reduziert werden: von derzeit rund 700 Millionen Euro auf dann noch 560 Millionen Euro. Die Gründe sind laut EKHN vor allen Dingen Zu- und Wegzüge, die in den Pandemiejahren geringere Zahl der Taufen im Vergleich zu den Sterbefällen, aber auch die Austritte, die oft mit einer wachsenden inneren Distanz zur Einrichtung Kirche begründet werden. Weil die Kirchenmitgliederzahlen immer weiter sinken und auch die Anzahl der Pfarrstellen sich weiter reduziert, sind wir dazu angehalten, uns als Kirche immer stärker regional auszurichten. Statt eines Ortspfarrers gibt es nun ein Verkündigungsteam, bestehend aus Pfarrerinnen und Pfarrern, Gemeindpädagogen und Kirchenmusikern.