Evangelische Kirchengemeinde Sinn
Teil der Gesamtkirchengemeinde Westerwald mit Sinn
Seit dem 1. Januar 2024 gibt es den Nachbarschaftsraum Westerwald mit Sinn, der bis 2027 zur Gesamtkirchengemeinde Westerwald-Sinn zusammenwachsen wird. Dazu gehören die Kirchengemeinden Beilstein-Rodenroth, Breitscheid-Medenbach, Driedorf (mit Heiligenborn, Heisterberg, Hohenroth, Gusternhain, Mademühlen, Münchhausen, Rodenberg, Seilhofen und Waldaubach), Fleisbach-Merkenbach, Hörbach (mit Hirschberg und Guntersdorf), Nenderoth (mit Arborn, Mengerskirchen, Odersberg und Winkels), Schönbach (mit Erdbach und Roth) und Sinn.
Evangelisches Leben in Sinn
1907 wurde die selbständige Kirchengemeinde Sinn errichtet. Aus Schönbach kam der bereits 56-jährige Pfarrer Ludwig Encke als erster Pfarrer in die Kirchengemeinde Sinn. Seine Amtseinführung fand am 28. Juli 1907 statt. Er wohnte, wie sein Nachfolger Johannes Gründler, in einem Haus der Familie Haas in der Stresemannstraße. Der erste Sinner Pfarrer Encke verlebte auch seinen Ruhestand von 1925 bis zu seinem Tode 1938 in Sinn. Pfarrer Hans-Erich Hess war dann der erste, der das neu gebaute Pfarrhaus an der Ecke Wilhelmstraße / Hindenburgstraße bezog. Er und die nachfolgenden Pfarrer Hans-Erich Heß und Rudolf Blöcher waren Mitglieder der "Bekennenden Kirche", die sich der geistigen Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten verweigerte. Pfarrer Heß wurde 1950 als Mitglied der Kirchenleitung der sich gründenden EKHN berufen, Hans Otto Hahn, der als Vikar nur wenige Monate in Sinn wirkte, war später in der Leitung des Diakonischen Werkes in Stuttgart tätig. Am längsten wirkte Friedrich Adolf Gerbusch in Sinn: Er war von 1966 bis 1991 in der Glockengießergemeinde Sinn tätig. Die Glocken- und Kunstgießerei Rincker ist eine der ältesten bestehenden Glockengießereien Deutschlands. Sie befindet sich seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz und zählt zu den bedeutenden Glockengießereien Europas.
Die Kirchengemeinde investiert in die Jugendarbeit und greift dabei auf bewährte Strukturen zurück: Bereits in den 50er und 60er Jahren hat es in Sinn einen CVJM gegeben. Vor wenigen Jahren ist der CVJM Sinn neu gegründet worden. Präses und Kirchenvorstandsmitglied Dr. Wolfgang Wörner gehört zum Vorstand des Ortsvereins, der in enger Kooperation mit der Kirchengemeinde die Kinder- und Jugendarbeit ausbauen will. In der Kirchengemeinde Sinn bietet der CVJM schon jetzt eine Jungschar an, es werden ehrenamtliche Mitarbeitende geschult und begleitet. Zudem konnte in Sinn ein Junger-Erwachsenen-Kreis aus der Jugendgruppe heraus gegründet werden und ein Teenkreis neu ins Leben gerufen werden. Zudem will der CVJM die Kinder-Gottesdienste neu beleben.