Von Astrid Slenczka
Nach Sommerferien und Urlaubszeit beginnt in diesem Tagen für viele wieder der Alltag. Das neue Schuljahr steht schon in den Startlöchern und auch an der Arbeit merke ich, dass die ruhigere Sommerzeit langsam zu Ende geht. Nach Sommer, Sonne, Leichtigkeit bestimmen ab Montag für viele von uns wieder Terminkalender, Stundenpläne und To-Do-Listen den Alltag.
„Es reist sich besser mit leichtem Gepäck.“, singt die Band Silbermond in einem ihrer Songs und ich denke: Das gilt nicht nur für den Koffer im Flugzeug, das Gesamtgewicht des Wohnwagens oder den Rucksack auf der Wandertour.
Auch im Alltag mühen wir uns oft mit Schwerem ab. Manches davon müssen wir tatsächlich tragen. Manches wiegt schwer. Aber manchmal muss ich mir auch die Frage stellen: Ist all das, was mich im Alltag belastet, wirklich wichtig? Welche Lasten muss ich tatsächlich tragen? Um was muss ich mir Gedanken machen und wo mache ich mir unnötig Gedanken? Wo schleppe ich mehr Sorgen mit mir rum, als tatsächlich nötig wären?
Hilfreich finde ich da den „Pack-Tipp in Sachen Alltagsgepäck“ aus dem 1. Petrusbrief: „Alle eure Sorge werft auf Gott, denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)
Gerade am Übergang zwischen Ferienzeit und Alltag kann es guttun, sich bewusst daran zu erinnern: Wir müssen unser Alltagsgepäck nicht alleine tragen. Egal wie klein oder groß es ist. Egal wie viele Aufgaben, Sorgen und anderen Dingen sich darin befinden. Wir dürfen Gott davon erzählen. Ihm in den Ohren liegen mit dem, was uns beschäftigt. Ihm sagen, womit wir uns abmühen, woran wir schwer zu tragen haben und worum wir uns sorgen. Mehr noch: Wir dürfen Gott unsere Sorgen, unser schweres Gepäck „vor die Füße“ werfen. Bei Gott dürfen wir all das fallen lassen, was wir nicht (allein) tragen können. Er will uns Sorgen abnehmen. Er will mittragen und uns dabei helfen zu sortieren und Prioritäten zu setzen.
„Es reist sich besser mit leichtem Gepäck.“ – im Urlaub und auch im Leben. Ich wünsche Ihnen, dass sie mit leichtem Gepäck zurück in den Alltag starten können - und die Erfahrung, dass da jemand ist, der mitträgt. Den Koffer. Und das Alltagsgepäck.
Astrid Slenczka ist Dekanatsjugendreferentin im Evangelischen Dekanat an der Dill