Partnerschaft feiert Jubiläum

veröffentlicht 22.07.2026 von hjb, Dekanat an der Dill

Der Tansania-Arbeitskreis des Evangelischen Dekanats an der Dill feiert Jubiläum. Seit 40 Jahren besteht die Partnerschaft mit Tansania.

Der Tansania-Arbeitskreis des Evangelischen Dekanats an der Dill hat in den vergangenen vier Jahrzehnten die Ausbildung von rund 1.040 Evangelisten in Tansania unterstützt. Das teilten Mitglieder des Arbeitskreises mit. Die Partnerschaft mit der Bibelschule Ruhija im Nordwesten des Landes, die inzwischen nach Ntoma am Viktoriasee umgezogen ist, besteht seit 1986. Die Bubelschule wurde 1957 in Ruhija von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias gegründet. In der Ausbildungsstätte werden Menschen zu Evangelisten in einem 2-jährigen Ausbildungsgang für die Gemeindearbeit ausgebildet. Sie betreuen die Menschen in den Kirchengemeinden in Tansania.

Die Gemeindepädagogen sicherten das gemeindliche Leben vor Ort, weil es nicht genug Pastoren gebe. Nach der zweijährigen Ausbildung leiten sie Gottesdienste und den Konfirmandenunterricht und sind diakonisch sowie seelsorgerlich tätig. Das Evangelische Dekanat an der Dill gehört zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania partnerschaftlich verbunden ist. Wie Mitinitiatorin Gabriele Dittmar aus Mittenaar-Offenbach mitteilt, entstand die Partnerschaft aus der Überlegung heraus, dass sich in Herborn das Theologische Seminar der EKHN befinde und man von dort Kontakte zu einer entsprechenden Institution in Tansania knüpfen wollte. 

Fahrräder und Torten 

Seit 1994 erhält jede Absolventin und jeder Absolvent der Bibelschule zum Examen ein Fahrrad. Die Räder werden vom Dekanat finanziert und ermöglichen es den Gemeindepädagogen, die weit verstreuten Gemeinden zu erreichen. Darüber hinaus unterstützen die evangelischen Kirchengemeinden und das Dekanat an der Dill die Ausbildung von zehn Studenten mit jährlich 4.500 Euro. Derzeit besuchen 39 Studenten (22 Männer und 17 Frauen) die Ausbildungsstätte. Weitere Sponsoren werden gesucht. Ein großer Teil des Geldes kommt durch das jährliche Tansania-Café im Herborner „Haus der Kirche und Diakonie“ während des Martini-Marktes Anfang November zusammen – durch den Verkauf von über 100 Torten und Kuchen. Der Betrieb der 1957 gegründeten Bibelschule kostet rund 17.500 Euro pro Jahr. Wie Dittmar sagt, kann man in Deutschland vom Gottvertrauen der tansanischen Christen viel lernen.

Zu “Das Fest!” - dem Dekanatskirchentag - am 12. + 13. September 2026 werden Gäste aus Tansania erwartet. Dort soll eine Ausstellung und ein Trommel-Workshop die 40jährige Partnerschaft würdigen.   


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