Gleich mehrere Ziele verfolgten Mitglieder der Johanniskantorei der ev. Kirchengemeinde „um den Wilhelmsturm“: Kennenlernen von gleich zwei gut gepflegten und pulsierenden Städten, Kontakte zur Hildesheimer Kantorei zu knüpfen sowie ein Besuch bei alten Freunden.
Im Gästehaus des ehemaligen Michaelisklosters in Hildesheim untergebracht, erfolgte zunächst eine ausführliche Besichtigung der Stadt und ihrer Kirchen. Die bereits im Jahre 1055 gegründete Michaeliskirche beeindruckte neben wunderbaren Deckengemälden durch ihre wunderbare Akustik.
Bei einem ausführlichen Stadtrundgang imponierten neben der Vielzahl guterhaltener Fachwerkhäuser auch die weiteren Kirchen der Stadt, darunter vor allem der Dom. Schon vor der ersten Jahrtausendwende begann man mit dem Bau des Gotteshauses, das fantastische Zeugnisse aus Baukunst und Kirchenmalerei und vor allem Bildhauerei aufweist.
Der Samstag führte dann nach Celle, verbunden mit einem Besuch beim ehemaligen Pfarrer der Dillenburger ev. Kirchengemeinde Dr. Friedhelm Ackva und seiner Frau, die nach der Pensionierung ihre „Zelte“ in Celle aufgeschlagen haben.
Nach einer Stadtrundfahr mit dem „Bähnchen“ in der pulsierenden Stadt fand dann zur Mittagsstunde in der Stadtkirche eine von Pfarrer Ackva geleitete Andacht statt. Die Johanniskantorei begleitete diese mit einigen Stücken aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Die Sängerinnen und Sänger unter Leitung ihrer Kantorin Petra Denker staunten nicht schlecht: Die Kirche war mit ca. 300 Besuchern fast bis zum letzten Platz besetzt, die der Kantorei dankbaren Beifall spendeten.
Familie Ackva begleitete dann die Gruppe zu einem Abstecher in die Heide, wo gerade die Blüte beginnt. Ein beeindruckender und lohnender Besuch.
Bleibenden Eindruck hinterließ auch das abendliche „Singen auf den Treppenstufen“ vor der Michaeliskirche. Die Hildesheimer Kantorei, ein großer Posaunenchor und eine stattliche Anzahl Besucher sangen und musizierten wunderschöne Abendlieder. Die Anregung zur Wiederholung eines solchen „offenen Singens“ nahmen die Dillenburger gerne mit in die Oranierstadt.
Den Abschluss bildete am Sonntag ein Gottesdienst in der Michaeliskirche mit musikalischer Begleitung durch die Johanneskantorei. Die durch einige späte Absagen der eigenen Kräfte entstandenen Lücken wurden spontan von Mitgliedern der Hildesheimer Kantorei geschlossen.
Foto: Johanniskantorei Dillenburg
Text: Herbert Freischlad