Zum Eröffnungs-Gottesdienst sind 1.200 Menschen in die Sporthalle gekommen. Für die Partnerschaftsarbeit im Evangelischen Dekanat an der Dill haben die Gottesdienstbesucher 4165 Euro als Kollekte gespendet. Sie erlebten einen musikalischen und lebendigen Gottesdienst unter dem Motto „Komm und sieh!“
Dekanatskirchentag präsentierte eine lebendige und vielfältige Kirche
Den Gottesdienst gestalteten die Kirchenpräsidentin Pfarrerin Prof. Dr. Christiane Tietz, Dekan Andree Best und die stellvertretende Dekanin Anja Vollendorf. Die liturgische Leitung hatten Pfarrer Michael Böckner und Pfarrer Martin Slenczka. Mit dabei waren die Posaunenchöre des CVJM und der Evangelischen Kirchengemeinden im Dekanat an der Dill unter der Leitung von Kantor Johann Lieberknecht. Propsteikantorin Petra Denker lud zum Mitsingen ein. Der Dekanats-Gospel-Pop-Chor mit Band unter der Leitung von Benjamin Gail begeisterte mit „Komm, sag es allen weiter“. Zur 40-jährigen Partnerschaft des Evangelischen Dekanats mit Tansania waren zudem Gäste aus Tansania vor Ort. Zwei Trommel-Workshops am Nachmittag luden zum Musizieren und Kennenlernen ein.
Die Kirchenpräsidentin Tietz ermutigte in ihrer Predigt, "einladende Kirche“ zu sein, auf Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören und sie einzuladen. In der Podiumsdiskussion am Mittag sagte die Kirchenpräsidentin, das Zusammenleben in den Nachbarschaftsräumen bereichere die Gemeinden und die Kirche insgesamt. Sie zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und der Lebendigkeit der Gemeinden links und rechts der Dill. Sie sagte, die Gesellschaft brauche die Kirche. Auch nach 2035 werde die Kirche eine wichtige Stimme in der Gesellschaft sein, so Tietz. Sie lobte das Engagement der Ehrenamtlichen und ermutigte sie, eigene neue Angebote zu schaffen. Silas Göbel und Nele Topp, die sich ehrenamtlich in der Kirche engagieren, sagten die strukturellen Veränderungen der Kirche stelle Ehrenamtliche vor Herausforderungen. So sei der Erhalt oder Nichterhalt von kirchlichen Gebäuden auch für die Jugendarbeit entscheidend. Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer sieht in den Reformprozessen der EKHN die Chance, die wichtigsten Tätigkeitsfelder der Pfarrpersonen wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Weniger Verwaltungsaufgaben - und mehr Zeit für Seelsorge und Verkündigung. Christian Fahl, katholischer Pfarrer, betonte die Kraft der Gnade Gottes, die in der Kirche wirke und immer das Potenzial haben werde, Menschen zu bewegen und zu begeistern. "Wir werden weniger, aber Kirche kann weiterhin Beziehung und geistliche Heimat ermöglichen", so Fahl. Landrat Carsten Braun sagte, das kirchliche Engagement sei für die Gesellschaft bedeutsam. Er nannte die kirchlichen Kindertagesstätten als Beispiel. Dekan Andree Best sagte zum Schluss, es gebe ein Element, das alle Teilnehmenden der Diskussion verbunden habe: die Hoffnung und die Zuversicht, dass es für die Gesellschaft und die Gemeinden trotz aller Veränderungen weitergehe und Gott seine Kirche erhalten werde.
Buntes Fest endete am Nachmittag
Im Schulgebäude, auf dem Schulhof und dem Sportplatz gab es viele Spiel- und Mitmachangebote und Ausstellungen für jung und alt. Der Dekanatskirchentag endete am Nachmittag mit einer Segensfeier. Dekan Andree Best stellte zum Schluß die Dekanatskarte vor – zusammengesetzt aus Puzzleteilen der einzelnen Nachbarschaftsräume. Ein Bild für die wachsende Gemeinschaft, die auf dem Dekanatskirchentag gefeiert wurde.