Ev. Dekanat an der Dill

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Neujahresempfang

"Jeder hat seine Plattform"

Viele Menschen sind nicht mehr zwangsläufig in der Kirche. Daher sollte Kirche sich aufmachen und sie dort ansprechen, wo sie sich aufhalten. Warum nicht also auch das Internet für die beste Botschaft der Welt nutzen? Jana Highholder ist schon dort und sucht den Austausch mit den Followern ...

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Am Nikolaustag (6. Dezember) feierte die Evangelische Kirche der Region den Beginn des neuen Kirchenjahres. Mittlerweile zum 15. Neujahresempfang der Evangelischen Dekanate und des Diakonischen Werkes an der Dill waren Vertreter aus Politik, Sozialwesen und der Wirtschaft zum Austausch in das Herborner Schloss eingeladen.

Als Impulsgeberin konnten Dekan Roland Jaeckle, Präses Wolfgang Wörner vom Evangelischen Dekanat an der Dill und Karl Müßener, der Leiter des Diakonischen Werkes, die Poetry-Slamerin Jana Highholder aus Münster begrüßen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Propsteikantorin Petra Denker. Sie spielte am Flügel unter anderem Variationen zu "Tochter Zion" und ließ den Knecht Rubrecht musikalisch poltern.

Jeder Mensch darf seine Plattform bespielen 

Jana Highholder ist „Gottes Influencerin“. So hat die Süddeutsche Zeitung sie einst schmunzelnd betitelt. „Mittlerweile sehe ich das als Ehrentitel an ", sagte die 21jährige Medizinstudentin aus Münster. Sie warb für das Nutzen neuer Medien in Kirche und Gesellschaft. Auch wenn sie das Wort ‚neue Medien‘ gar nicht mehr hören mochte. Schließlich sei sie mit dem Internet groß geworden. Für sie sind das keine neuen Medien.

Vor der Kamera verständlich vom Glauben reden – auch damit hat sie kein Problem. Über 150 Filmbeiträge gibt es von ihr im Netz, 17.000 Menschen haben ihren Kanal „Jana glaubt“ abonniert. Im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GeP) und der Evangelischen Jugend produziert sie professionell in einem Studio in Köln Videobotschaften übers Christsein - und das ausschließlich fürs Internet. Nahezu wöchentlich werden die Beiträge in drei unterschiedlichen Formaten auf Youtube, in Facebook und Instagram veröffentlicht. Eins ihrer Lieblingsformate ist die Begegnung mit Menschen im Alltag. Sie brauche den Austausch mit anderen Menschen, auch um sich hinterfragen zu lassen, was sie da eigentlich glaubt.

Poetry-Slam statt Predigt

"Ich bin der Produktionsfirma als christliche Poetry-Slamerin aufgefallen, weil ich seit Jahren meine Texte in christlichen Kreisen vortrage", sagte Jana Highholder in Herborn. Sie weiß, dass sie mit ihren Botschaften auch mal polarisiert. Das nimmt sie in Kauf, um Themen auch im Netz zu diskutieren. "Im ersten Jahr habe ich 104 Filme produziert und nur einer ist meinen Kritikern in Erinnerung geblieben. Neben meinem Staatsexamen habe ich da mal einen Beitrag über die Rolle der Frau gemacht - aus meiner Sicht, das wird mir bis heute vorgeworfen". Mittlerweile hat sie zwei theologische Berater an ihrer Seite, die sie bei den Aufnahmen begleiten. Aber sie mache das als Jana und möchte sich auch nicht verbiegen lassen. Themenvorschläge gäbe es von Seiten der EKD, der Evangelischen Jugend und natürlich auch von ihren Followern.

Menschen begegnen, wo sie sind

Der Glaube sei ihr sehr wichtig, es gehöre zu ihrem Leben und sie möchte es nicht verschweigen. Aus ihrer Perspektive beschreibt sie ihre Erfahrungen. "Wenn wir auf Social Media alles finden, warum dann nicht die beste Nachricht der Welt?", fragt sie und ermuntert zu Begegnungen mit den Menschen. "Gott lässt sich finden von Menschen - auch im Internet".

Sie nennt ein Beispiel: "Wenn Sie an einer Bushaltestelle zehn Minuten Zeit haben bis der Bus kommt, kann das zu einem persönlichen Gespräch mit den Mitwartenden führen", sagt Jana. Auf ihre Frage, wer in solchen Momenten lieber zum Smartphone greife, erntete sie Zustimmung. Wie die meisten gucke auch sie dann viel lieber auf ihr Smartphone. "Und dann bin ich da und erzähle im Netz vom Christsein."

Sie sieht sich und andere Christen als Botschafter ihres Glaubens. "Ich will Jugendliche mit dem Glauben erreichen und nutze Social Media oder Poetry-Slam statt Predigt. Ob nun eine Krankenschwester sich Zeit für eine Begegnung, ein Gespräch mit Patienten nimmt oder ich im Netz vom Glauben rede, jeder hat seine Plattform, die er oder sie bespielen darf. Und jeder kann in seinem Umfeld Einfluss nehmen und den Rahmen für den Austausch gestalten".


» Mehr zu Jana Highholder auf unserer Facebook-Seite, ein Video von ihr auf unserer Startseite unter "Schon gesehen?" sowie ihr Kanal "Jana glaubt" im Internet unter Youtube .

 
 


       

 

 

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