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Musik ist eben auch Verkündigung Kirchenmusikerin Andrea Zerbe hat die Arbeit aufgenommen
Herborn (hjb). Die Kirchenmusik hat im Dekanat Herborn einen hohen Stellenwert: Neben der Herborner Kantorei und den Dekanats-Kinderchören gibt es seit November 2006 auch den Dekanats-Gospel-Chor. Über dreißig Sängerinnen und Sänger aus dem Dekanat Herborn treffen sich freitags ab 20 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Hintersand – und singen mit viel Freude modernes Liedgut, mal Pop und mal Gospel. Die neue Dekanats-Kirchenmusikerin Andrea Zerbe (Bild) hat als Nachfolgerin von Katharina Reinl den Gospel-Chor übernommen. „Auf unsere Andrea Zerbe haben wir alle gewartet“, ruft es erwartungsvoll aus dem Chor. Weitere Sängerinnen und Sänger sind willkommen.
„Es ist eine tolle Gemeinschaft“, sagt eine der Sängerinnen, „man kann sich hier entfalten und das Singen macht viel Freude“. Manche sind seit Anbeginn hier, manche sind erst später dazu gekommen. „Die Mischung aus Pop und Gospel ist es, was die Menschen anspricht“, sagt ein anderes Chormitglied. Jedes mal sei es faszinierend zu erleben, wie sich im Chor ein Lied bis zur Bühnenreife entwickelt. So manche Sängerin gibt zu, Lampenfieber vor dem ersten Konzert gehabt zu haben. Aber auch das gehöre dazu. „Wir unterstützen uns gegenseitig – das ist wichtig. Es ist schön zu erleben, was die Konzerte bei den Zuhörenden bewegen. Musik ist eben auch Verkündigung“.
Wunderbare Ergänzung zu bestehenden Kirchenchören
Regina Hoffmann ist erst zweimal dabei und fühlt sich schon sehr wohl und gut aufgehoben. Die „schwungvolle Musik“ und das „bei anderen Menschen etwas bewegen, das ist sehr schön“. Ute Wissenbach hat schon vor einigen Jahren im Jugendchor gesungen. „So etwas wie der Gospelchor hat hier zuvor gefehlt. Es ist im Dekanat Herborn eine wunderbare Ergänzung zu den bestehenden Kirchenchören in den Gemeinden“. Doris Haffer stimmt ihr zu. Sie hat den Chor bei einem Konzert in der Evangelischen Stadtkirche Herborn erlebt und war angetan: „Ich wollte sofort mitsingen und wurde vertröstet, es gebe einen Leiterinnenwechsel“. Nun freut sie sich auf die neue Kirchenmusikerin und die anstehenden Proben.
 „Wir sind auf einer Wellenlänge – und das von Anfang an“, sagen einige der Sängerinnen. Längst sind Freundschaften entstanden, daher war der Wechsel der Kirchenmusikerinnen für den Chor nicht abträglich. „Nach dem Weggang von Katharina Reinl haben wir uns einfach weiter getroffen und die anderen auf dem Laufenden gehalten“, erzählen die Sängerinnen aus dem Sopran. Es wird gescherzt und gelacht, aber auch ernsthaft gearbeitet. Gerade, wenn neues Repertoire ansteht wie jetzt die Lieder von Gregor Linßen: Das Lied „Wagt euch zu den Ufern“ steht heute auf dem Übungsprogramm. Bis zum 15. November soll das neue Programm stehen, dann wird der „Dekanats-Gospel-Chor“ in Ballersbach das „Chorkonzert bei Kerzenschein“ präsentieren. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich, aber hilfreich. Wer keine Noten kennt, lässt sich von seiner Nachbarin oder seinem Nachbarn einfach mitreißen. Immer wieder werden einzelne Passagen getrennt nach Stimmlage geprobt. Einmal im Jahr gibt es außerhalb der regulären Proben ein gemeinsames Treffen, der so genannte „social event“.
Albert Follert, einer von fünf Sängern, sagt: „Wir sind hier im Chor nicht allzu ernst, aber auch nicht albern, denn schließlich möchten wir etwas Vernünftiges auf die Beine stellen“. „Mir gefällt das Ungezwungene. Wir sind kein Verein und haben keine Regelarien. Wer kommt, ist da und kann es genießen!“, sagt Uwe Weckert – sehr zur Freude seiner Frau Sabine und seiner Tochter Jessica Gerth. Auch die singen im Chor mit und haben ihn irgendwann einmal einfach mitgenommen. „Wer mag, ist herzlich eingeladen, zu einer der kommenden Proben zu kommen“, sagt Dekanatskirchenmusikerin Andrea Zerbe.
Der GospelPopChor probt in Herborn-Seelbach im Gemeindehaus, freitags um 20 Uhr.
Nähere Informationen gibt es bei Kirchenmusikerin Andrea Zerbe, Telefon 0 27 72 / 57 64 87.
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Zur Person Andrea Zerbe
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